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Turkey, Kurdistan, World Jewry, PKK and the Atatürk-Syndrome of Abdullah Öcalan
Kurdistan, Türkei, Syrien und Weltjudentum - zum Abdallah Öcalans Atatürk-Komplex: Eine Analyse

Türkei, Kurdistan und das politische Weltjudentum

AtaKurd's  neue Wendung im Vorderen Orient?!

(aoBerlin, 07.04.2008) Abdallah Öcalan nimmt Atatürk in Schutz und haftet jüdisch-britisches Empire, welches dann und wann von GB in die USA überging, für etliche Miseren in der kurdischen, vorderorientalischen und globalen Politik verantwortlich. Öcalan, PKK-Vorsitzender und seit 17.02.1999 in türkischer Einzelhaft auf der Insel Imrali in der Ägais, tut dies nicht zum ersten Mal und ist nach wie vor von der Richtigkeit dies seiner Analyse mutig überzeugt.

Die nordkurdische, nationalsoziale Widerstandsbewegung formierte sich Ende der 1970er um ihren Führer Apo zur bewaffneten PKK, durchquerte türkische Grenzen zu Syrien und Irak ab Mitte 1979 und erklärte 1984 von Damaskus und Libanon aus offiziell den Beginn des nationalen Befreiungskampfs Kurdistans. Dieser Krieg dauert bis heute an und die PKK wird wohl die Politik des "Weltjudentums" in der Türkei und Kurdistan überstehen können! 

Für die Missgeburt des türkischen Nationalismus mit seinem üblen und faschistischen Ausschließlichkeitscharakter, der seit 1923 das A und O der "Republik Türkei" bestimmt, macht Öcalan ebenfalls das von Großbritannien aus imperialistisch operierende Weltjudentum verantwortlich. Immerhin es waren doch Juden, die den Türken die Ideologie ihres neuen Staates diktierten: "Glücklich sei nur der, ein Türke zu sein"! Die CHP und die Militärs seien Bastionen jüdischer Freimaurer, MHP-Vorsitzender auch heute ein Jude in vertürktem Gewand! Atatürks Musterschüler, Adolf Hitler, ebenfalls der iranische Staatspräsident, Ahmedi Nejad seien durch politisches Weltjudentum bewusst als Provokateure heraufbeschwört worden!

Öcalan sagt, Mustafa Kemal Pascha wäre während seiner Regierungszeit (1923-1938) oft zu der Überzeugung gekommen, dass Kurden gleichberechtigt sein müssten. Doch er sei dabei immer wieder von jüdisch-britischen Geheimkreisen umzingelt worden (Hausarrest!). Diese Kreise regierten heute noch, sie sperrten Öcalan - wie einst mit Napoleon geschehen - auf einer Todesinsel ein und verjagten Erdogan in die (Todes-)Falle hinein! 

Abdullah Öcalan residierte als kurdischer Nationalführer von 1979 bis 1998 in der syrischen Hauptstadt Damaskus. Das Baath-Regime des kurdisch stämmigen Aleviten, Hafez al-Assad (1930-2000) gewährte ihm solange Unterstützung, bis er todkrank wurde und unbedingt die Nachfolgefrage regeln wollte. Assads Stellvertreter A. H. Khaddam machte dann Öcalan auf den Weg ins Ausland. Kurz vor seinem Sterben trafen sich H. Assad  und B. Clinton in Genf und man war sich einig darüber, daß der ledige 34jährige Baschar al-Assad entgegen der syrischen Verfassung zum syrischem Präsidenten ernannt wurde. Großbritannien (wo Baschar und seine britisch-syrische Ehefrau Asma lebten), Frankreich und die USA förderten eifrig und legalisierten als erste Baschars neues Regime. Das Weltjudentum sieht sich in Assads Regime aber seit dem euro-jüdisch-amerikanischen Anti-Terror-Krieg wieder ernsthaft getäuscht und droht dieser pro-iranisch-schiitischen "Verbrecherbande" mit Atomwaffen, ebenso wie mit einem Welttribunal ("Hariri-Gericht")! 

Öcalan, der 1999 mit dem Privatjet eines Juden von Kenia nach Ankara verschleppt wurde, sagt nun, er habe keine Angst und lasse sich nicht entmutigen. Zudem melde er gestärkt seinen Führungsanspruch in der politischen Agenda an. Er warnt davor, Kurdistan zur Kolonie globaler, anonymer Finanzkreise und seine Einwohner zur mittellosen Masse in eigener Heimat verkommen zu lassen. Die Türkei, USA und Israel mussten in ihren letzten feindlichen Feldzügen 2007-2008 gegen die PKK in Zentralkurdistan bittere Schlappen hinnehmen und ihren anti-kurdischen Kurs kippen. Deswegen wiederholt Öcalan seine Einladung, die kurdische Frage in der Türkei mit ihm und der PKK gemeinsam anzupacken, anstelle sich ins dunkle Milieu von Großgrundbesitzern und verpachteten Intellektuellen zu begeben. Die kürzlich erfolgte euro-amerikanische Wendung, verkörpert im Besuch D. Cheneys bei M. Barzani in Arbil und im letzen PKK-Urteil des Europäischen Gerichtshofs bestätigen Öcalans Positionen.

Warum Abdullah Öcalan an Standhaftigkeit Atatürks niemals rüttelte und permanent dessen Patriotismus hochschätzt, bleibt oft Anlass zu Spekulationen um seine persönliche Laufbahn. Der Kurdenführer und Abrahams Verehrer soll in Damaskus, wo genau Atatürks politische Karriere begann,  jedenfalls ein angloamerikanisch-jüdisches Finanzierungsangebot a la Barzani und Talabani abgelehnt haben. Öcalans PKK wollte also aus Kurden keine Söldner machen. Öcalan schätzt ebenfalls die Persönlichkeit Hafez al-Assads, kritisierte aber den Kniefall seines Sohnes und Nachfolgers vor türkisch-jüdischen Freimaurern. Entgegen der verbreiteten Auffassung durfte Öcalan hier womöglich Recht behalten: Der Dönme-Jude aus Tsaloniki wurde unwiderruflich zum Pascha und Vater der Türken (Ata-Türk) gemacht, weil Türken nach dem Zusammenbruch des Osmanischen Reiches keinen mehr hatten! Die Araber dagegen wollten den Briten T.  E. Lawrence nur als Agenten ziehen lassen. Den Deutschen entging "der Führer" mit einem Selbstmord.  Ob Kurden ihren nun 59jährigen "Apo", Abdullah Öcalan, jemals zu ihrem  "Ata-Kurd" (AtaKurd: Vater der Kurden) machen, wie manche globale Politregisseuren es in Betracht ziehen, bleibt in den Sternen hängen! Öcalans Weltjudentum jedenfalls will ihn weder als Mittler noch als Partner haben. Der Marxist Apo müsste schließlich selbst wissen: "Der Gott der Juden ist das Geld"!

© Abdallah Osman, syrisch-kurdischer Publizist, Berlin.

 
The kurdish state - Der kurdische Staat:


Der Kurdische Staat erhält Stützen und Konturen
Arbil International Airport (AIA) und Kurdistan International Airlines (KIA) brechen die Einkesselung Zentral-Kurdistans auf 

http://earthtrip.putzig.com/

Am 1. Juli wurde in der Stadt Arbil, Sitz des südkurdischen Regionalparlaments, offiziell der Flughafen für den zivilen Verkehr eröffnet. Am 20. August landete dort dann als erstes ein russisches Zivilflugzeug um damit den Beginn eines freien und direkten Luftverkehrs Kurdistans mit dem Ausland einzuleiten. Mit solch einer Luftverbindung erhält Zentral-Kurdistan erstmalig in seiner jüngeren Geschichte eine Brücke, ein Brett zur Außenwelt, ohne daß diese von ihren ihnen umstellten Feinden kontrolliert werden brauchen. Zusätzlich zu diesem mit USA-Beistand eingeweihten Flughafen ist die Gesellschaft „Kurdistan Airlines“ bereits gegründet worden. Diese hat jetzt ihre Verhandlungen mit amerikanischen und türkischen Gesellschaften über die Anmietung von zunächst 14 Flugzeugen mit anfänglichem Investitionskapital in Höhe von 15 Mio. € mit Erfolg abgeschlossen. Die kurdische zivile Flugflotte wird ihren Verkehrsdienst, der die Flughäfen Europas, Amerikas, Mittelostens und sicherlich auch Nord-Kurdistans (Diyarbekir, Ayintab) nach aktuellen Angaben Anfangs 2004 aufnehmen. Es gilt als ziemlich sicher, daß sich der direkte Flugverkehr Kurdistans mit der Umgebung und der weiten Welt in wenigen Jahren erheblich ausweiten wird. 

Unterdrückte Kurden empfinden diese Entwicklung wie ein lang ersehnter Fensteraufschlag, der ihnen Luft zum Atmen, Sicht zum Blicken und freien Kontakt mit der Welt ermöglicht. Für ihre Unterdrücker bei den Regimes in Ankara, Damaskus und Teheran ist das wie ein lang befürchtetes Gespenst, das jetzt mit Hilfe des „großen“ wie des „kleinen Satans“ im Mittelosten auf sie hereinbricht: Das Gespenst des freien Kurdistans! 

Kurdische Armeeeinheiten kontrollieren heute die Grenzen ihrer Region in Zentral-Kurdistan (Nord-Irak) zur Türkei, Iran, Syrien wie zum inneren Irak selbstsicherer als jemals zuvor. Von 1991(Flugverbotszone) bis zum Sturz Saddam-Regimes verwalteten Südkurden, mit vielen Problemen behaftet, 60% der Fläche ihrer Region, jetzt sind es fast 100% und sie regieren in Bagdad mit. 

Die Flaggen Kurdistans und der USA wehen seit gestern neben einander auf dem höchsten Berg Zentral-Kurdistans. Das hat hohen symbolischen Wert: Kurden hatten lange Zeit nur Berge als Freund, nun kommt Amerika als zweiten dazu. Ganz in diesem Sinne betonte zuvor der amerikanische Präsident G. Bush in seiner Rede anlässlich der Ausrufung der "Woche gefangen gehaltener Nationen" 20.-26.07.2003 die Verpflichtung des USA-Volkes, jeder unterdrückten Nation bei ihrem Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Selbstbestimmungsrecht zu unterstützen. Der letzte USA-Botschafter in Ankara, R. Pearson, erklärte noch am gleichen Tag, Süd- und Nord-Kurdistan, von Khaneqin über Kerkuk, Mosul, Diyarbekir bis hin nach Ayintab, Iskenderun, Adana und Mersin am Mittelmeer praktisch zu einer einheitlichen zwingenden Wirtschaftsregion - ganz nach kurdischem Wunsch. Um dieses Vorhaben tatsächlich zu realisieren, sollen nun zumindest nach Angaben des Oppositionsführers im türkischen Parlament, Deniz Baykal (CHP) etwa 60.000 bewaffnete USA-Soldaten im Südosten der Türkei, also in Nord-Kurdistan für zunächst unbefristete Dauer stationiert werden - ganz zum Ärger der Türken und zur Freude der Kurden! 

Führende kurdische Politiker und meinungsbildende Medien machen es schon lange öffentlich klar, daß wenn sie im Neuen Irak nicht akzeptiert werden, dann wird es ein eigenständiges Kurdistan in einem neuen Mittelosten geben. Die derzeit in Bezug auf den Irak sehr labile und sensible Weltöffentlichkeit schwankt langsam zugunsten dieser logischen und pro-amerikanischen Einstellung. Denn die gesamte politische Entwicklung im Irak wie Mittelosten und deren Perspektiven lassen die Schlussfolgerung zu, daß die Anwesenheit der USA in Kurdistan wie in der Region die politische Einheitlichkeit der Kurden in Zentral- wie im gesamten Kurdistan zu ihren lang ersehnten Gunsten fördert. Diese Einheitlichkeit bzw. das freie Kurdistan wird mit grosser Wahrscheinlichkeit den demokratischen und freien marktwirtschaftlichen Prozess im Mittelosten beschleunigen. Bereits jetzt fühlen sich die Türkei, Syrien, Iran, Saudiarabien, Deutschland und Frankreich trotz ihrer vielen subversiven, reaktionären und terroristischen Einmischungen im Irak außerstande, die Entwicklung entscheidend umzudrehen. Gegner des Neuen Mittelostens sind mit ihren anti-amerikanischen Interventionen im Irak verschiedentlich motiviert, doch ihr Zusammenhalt wackelt. Die Türkei resigniert und arrangiert sich lieber. Ihr folgt Syrien und bootet demnächst sein antikurdisches Regierungskabinett aus. Iran, Syrien und Saudiarabien ziehen es im Ernstfall vor, sich mit Kurden und ihren beschützenden Amerikanern zu arrangieren. Deutschland und Frankreich werden es langsam satt kriegen und ermüden, immer wieder versprengte Mitglieder von u.a. al-Qaide in Algerien, Palästina, Südostasien oder hier in Europa aufzuspüren, sie zu reorganisieren und zum unendlichen Djihad (Heiliger Krieg) gegen die Satans (Israel und USA) anzustiften. Beide Länder machen sich schon jetzt Sorgen darüber, was auf sie demnächst von Strafen für ihre Rolle im internationalen Terrorismus aufkommen. 

Ein kurdischer bzw. ein mittelöstlicher Bundesstaat wird Wirklichkeit. Um standzuhalten müsste er auf jeden Fall geschützt und pluralistisch sein. 

© Abdallah Osman, Berlin 26.08.2003 

 

Akrad yan Kurd - Kirdî yan Kurdî?
Nivîsek bo weşandinê di malper û rûpelên kurdî de – li gel silavan:

Kirdî, Akrad yan Kurd?
ziman û siyaset di navlêdanên gelan de

kurdMap-AO1.gif picture by aoBucket-Album


 
Xwendevanên malperên kurdî di Internet de dikanin naka li nivîsekê kinik binavê „Kurd in ... lê ne akrad in  seyrbikin,  ya ku birader Hassan Şendî bi zimanê arabî di malpera Rêkeftin (http://www.rekeftin.com/kurdneekrad.htm) de weşandiye.

Sereyê gotara wî tûj, bang hildayî û şanaz e,  naverok û armanca wê nivîsê giring û balkêş e û hin bîreweriyên berê ji mijulbûna ronakbîrên kurdan bi rewşa neteweya xwe bi araban re vedikole meydana rojevê. Berêz Şendî hinik ji nivîsvan û ramyar û sazîyên weşanên araban bi daxistina nirxa kurdan, bi beralvedana me tewanbar dike, dema hewna ji demeke zû de kurdan her tim bi akrad (kurd bi komanî) yan kirdî (kurdî) binavdikin, dinivisînin. Bi behweriya  wî rewşenbîrî gerek di zimanê arabî de li şûnê akrad yan al-akrad (kurd bi komanî) peyva kurd yan al-kurd û li şûnê kirdî (kurdî) peyva kurdî bihêtin nivîsandin. Ew mirova peyva akrad yan al-krad bi peyva a’rab yan al-a’rab dide berhev du û dibêje, ji ber ku a’rab di têghiştina arabî de peyveke xerab e, li nîştivanên badiyanan (çolanan) hatiye danîn û di Qurana pîroz de ji bo gunahkartirîn mirovên li dij Xwedayê bikarhatiye, lewma peyva akrad jî – belkî - ji bo me kurdan pîs be. Paşran Hassan Şendî dibêje, ji ber ku kurdan bi xwe jî navê kurd li xwe û Kurdistan li welatê xwe dahanîne, lewra gerek hemû kesên têkeldar rêz li me kurdan bigirin û di zimanê arabî de peyvên kurd, kurdî, al-kurdî, Kurdistan, ... ûhw., ne peyvên kirdî, akrad, al-akrad, Kirdistan, ... ûhd. biaxavin (bizaravînin) û binivîsin!  

Çîroka me kurdan bi arabzimaniyan (samiyan) re li ser peyvên kirdî û akrad, kirad, û kward ûhw. pirr kevn e. Eva pêvejoyekî dîrokî û diyardeyekî xwezahî ye.Ne gotina zimaniyê bi xwe, lê mebesta gotevanê bi wa gotinê ve piyas e. Ziman bi xwe xwedahî, ne alîgir e, navîneke danistanî û têgihiştinê ye,  mirov bi tenya xwe bê ziman e, lê ji mirovên komaniyan re bikarhanîna zimanê ji bo danistan û jiyandinê zor giring e. Bêguman ziman sernîşana nasnameyê û aliyeteke berxwedana komên, cihvatên mirovan e. Dijminên kurdan ji arab û turkan de bigir ta bi afrenc û alemanên europayê ve her tim cenga çanda me jî kirine û di vir de berdewam in. Xerabkarên ji wana bi rêzandî û demdirêjeyî zimanê me hewqas xwastine bixopandinana, da ku mêjî, bîr û ramanên me û yên niweyên me bihatinana hilkirin. Wana dixwastin mirovê kurd bi guhartina nasnameyê wî yê çandî (neteweyî) ve bişikandinana û bi kokê ve tev li yên xwe bikirana, bihelindana Ev siyaseta navîna xelkan  kevn e, li ser tevahiya va giloverê me belav bûye. Her komek ji mirovên hevgirtî bi zimaneke xwehî bûye û van zimanên cudah her tim ketine dergûşa hêrîş û bervedanan. Arab û paşran turkan di sedsalên dawî de kurd û welatê wana dagîrsandine. Zimanên arab û turkan bi ser me kurdan de hatine û xwe di nav me de kûr û fereh çandine. Bersivandina va yekê hên xwezahî û hên jî gerek bi pêzanînê be. Mayîna zimanê kurdî weke zimaneke arî, xaw û zengîn ta îroj bi kûrahiya wê ve di tomarên devera rojhilata navîn de yanê bi şêniyên, kurdên wê derê re girêdaye. Ne kes yek li va dinyayê, ne arab yan turk, ne sînî yan europî, wê bikanibin ji îro û pê ve girêdana tekane ya kurdan (îraniyan) bi rojhilata navînê re di bin gumanan xînin. Tevahiya nûhemên lêkonlînên zanistî di va biwarê de rêka rast bo kurdan vedide. Lewma tirsa me kurdan ji  şêweya wişeyên kirdî, akrad yan kirdistan di zimanê arabî de gerek ne mezin be. Ji bo va girêkê bê guman bersivên siyasî ta îro kem in, lê yên zanistî  zêde ne hindik in.

Nivîsvanên zanistî li ba kurdan yên bi kurdî-latînî dinivîsinin hên kem in yan jî bi azadbûna Başurê Kurdistanê ve (navend!) hên nû diafirin. Di çêbûnê de gerek şaşitiyên mezin (yên gelên din kirine/dikin) li ba me nehêtin çandin. Ziman li ser bingehekî dîrokî-cîhanî, ne li ser textên siyasî dadimezire. Li gor piyasên zimanzanistiyê peyvên kirdî, akrad û kirdistan di arabî ne şaş û ne jî derdekî nexweşiyê ye. Lê dema mirovên arabziman van peyvinan bi mebesteke dijmantiyê û aramancekî siyasî ne însanî li dij kurdan bikardihênin, di vir de daxwaza berêz Şendî bi giştî rast û dirust dibe. Mixabin netewperistên araban û turkan gelek neyartiyên veşartî, giyanî li dij me kurdan bikardihênin. Rade û têkariya bersiva me kurdan jî ta îro têrê pêwîstiyan nekirine. Pêşvenêr û xwedanên çanda kurdan di va dinyayê dewletan de sêrek in.

Zimanê arabî yek e samî ye; peyvên wê bi serekî bi tîpên bêdengî dihên nivîsandin. Navê kurd lewra krd bêyî tîpa dengdar u dihê nivîsandin. Dêmak mirov dikane krd (yanê kurd bi arabî) weke kurd, kird, koord, kerd, krad,...ûhw. û krdstan (yanê Kurdistan bi arabî) weke Kirdistan, Kurdustan, Kordistan, Kardistan, ...ûhw. bixwîne. Di arabî de tîpên dengdar u û i nadihên nivîsandin, lê belê bêbendî, azad zaravandin, axaftin. Va girêka nivîsandina arabî di zimannivîsa farisî  û kurdiya soranî (bi tîpên arabî) de bi tenê ji bo u çareserbûye; tîpê i li vir jî natê nivîsandin. Di farisî û kurdiya başûr de Kurdstan bêyî i dihê nivîsandin. Yanê mirov dikane wê peyvê weke Kurdstan, Kurdistan, Kordustan,... ûhw. bixwêne. Pêzanîna mirovê û siyaseta wî dihêlin ew va nivîsê rast yan çewt, şaş bixwêne.

Gelên rojhilat weke farisan, azeriyan û tajîkan hemû dibêjin kurd yan koord, ne kird. Kurdên rojhilat jî diwêtin kurd yan kord. Lê dema mirov ji rojhilata de berve rojava ve deherê, dibhîse ku mirov dibêjin kirmanc, ne kurdmanc. Kurdên zaza bi kirdkî yan kirdmancî ne bi kurdkî diaxafin. Şêniyên Arabistan û bakura Afrîqayê jî weke araban sivik dibêjîn kirdî, akrad. Mirovên turkzimaniyan dibêjin kwirt, kürt. Hibraniyan weke jihuyên rojhilatê digotin kward, paşran kurd.

Zimanzanîn derdixîne holê, ku tîpên k û g, d û t, w, u, y û h, k û q, ...ûhd. hevdu carcaran dighurînin. Peyva kurd di pêvejoya dibûna zimanan de dibe ku gelek hatibe guhartin jî. kurdmancî weke kirdmancî û girmancî ye. Akrad dibe ku weke akurda, akura, akira, agira, agiradad, agiradaman, ... ûhw. be.  Stan di bêjeya Kurdistan de ji (h,w)istandin yan sitandin bi wateya sekinandin, bicihkirin, bidestxistin hatiye; di arabî de ne nas e. .... Babet dirêj e!

Mijara navê Kurd û Kurdistan gelek ketiye navîna lêkolînan û ravedanan û kem hatiye (ve)xwendin. Siyasetê pêlîstiye, biryar lê dayiye, ka çon me ra va gotinê bibêje, binvîse yan jî şîrovebike. Bi zanîna min bersivandinên kurdan li dij sextekariyên hêrîşî yên araban û turkan kemtir û lawaztir bûne, lê pêveçûnên zanistiyê li va cîhana evroj nerindiyên arab û turkan gav bi gav poç û riswa dikin.  

Dema ez li welat bûm, di salên 1960-1979 de li Kurdaxê û Helebê, carcaran kîna araban bi kurdan re yanê nakokiyên nijadî derdiket holê. Rêjîma arabî  fermiyanî li dij kurdiyetiyê bûye. Araban nedixwastin weke turkan (kirmanc dibêjin tirk, lê faris dibêjin turk) kurdan bi kurdan binavbikirina. Wana em piçok dikirin, dihavêjtin haliyê. Bi peyvên weke  kirdî, akrad, krad, kirad, kirdistan, al-kirdî, al-kurd, al-kurdî, ...hwd. wana kurdan binavkirin. Helbet weşanên partiyên kurdan jî wisa dinivîsandin. Pêşeyên me jî têkeznedikirin, ka me ra bibêje koordî li şûnê kirdî. Satan li ba me peyva kurd bi serhildana başur ve ji 1961 de pirr belav bûye. Şêniyên Kurdaxê kirmanc (kurdmanc weke girman) in. Carina ez ji ber nezanbûnê ve ji hin arab diqehriyem, yên ku li şûnê kirmanc kirad, kirdî, çirad, çirdî, digotin. Bi yadê min yê îro ve destpêka kişandina balê min li ser cudahiyên akrad û kirdî (yên arabî) bi kurd û kurdî re di cihvînên kurdên Suriyê (rojava) bi yên Îraqê (navend) re peydadibûn; ji bo min yanê ji salên 1980îyan de li Alemanya bi kurdên devera başur û rojhilat û bi farisan (îraniyan) re. Hewna her tim digotin, dibêjin kurd, turk ne bi carekê kird, tirk.

Ez naka jî wek kak Hassan Şendî  ji wa zaravandina sivik (lê ya ji xweda heye!) li ba araban heznakim û hêvîdikim, da weşanvanên bi zimanê arabî li ser va rixnê biramînin.

 

© Abdallah Osman, weşanvan, Berlîn, 17.05.2005. Mafên weşandina va nivîsê bo hemû malperan vekirî ye.

 


Cigerxwin’s 100 jähriges Jubiläum 

Kurden feiern ihren großen Volksdichter
ein Beitrag zum Verstehen kurdischer Kultur von
ABDALLAH OSMAN

 

   Kurden in Heimat wie in der Diaspora würdigen ihren bekanntesten Volksdichter Cigerxwîn in diesem Jahr mit vielen, bunten kulturellen Veranstaltungen. Cigerxwîn (zu lesen: Dschegerkhün. Das kurdische Wort bedeutet etwa blutende Leber und ist des Dichters Künstlername bzw. Pseudonym.), der 1903 im Dorf Hesar zwischen Mardin und Amude in heutigem Syrisch-Kurdistan geboren ist, wäre jetzt 100 Jahre alt, wenn er nicht am 22.10.1984 im schwedischem Exil im Alter von 81 Jahren gestorben wäre. Weil die Verdienste, die Bekanntheit und Beliebtheit Cigerxwîns in der kurdischen Kultur- wie Volksszene kaum übertroffen werden kann, hatten kurdische Vereine, nicht zuletzt auf Initiative von PEN (Internationaler Schriftstellerverein – kurdische Sektion) dieses Jahr 2003 zum Jahr Cigerxwîns erklärt und es mit vielen Gedenkveranstaltungen gefeiert ­­– so auch am gestrigen Samstag, den 22.11.2003 in Berlin, in der Werkstatt der Kulturen. Hier versammelten sich rund 60 Interessenten mit 6 Referenten (A. Bali, A. Cheikho, Z. A. Kizil Yaprak, Z. A. Han, M. Raschid, G. Dilberz) aus Berlin, dem Bundesgebiet und Ausland, um unter Bildern Cigerxwîns und Nationalfahnen ihrer Heimat Kurdistans sich mit ihrem großen Dichter und seiner Zeit auseinanderzusetzen. Veranstalter war der Verein „Volkshaus Kurdistan“ (Mala Gelê Kurdistan) in Berlin-Kreuzberg, dessen Mitglieder sich als Kommunisten Kurdistans angeben. Hier meine wichtigsten Eindrücke und Schlussfolgerungen:

Die Region Amude ebenso das gesamte Ost-Kurdistan (also die heutigen Teile Turkisch-, Irakisch- und Syrisch-Kurdistans) stand zu Cigerxwîns Geburts- und Kindheitszeit, d.h. bis etwa 1920 unter Hoheit des Osmanischen Sultanats. Zuvor hatte es 100 Jahre lang erbitterte, vergebliche Widerstandskämpfe kurdischer Fürstentümer gegen die totale Besatzung durch Türken (mit ihren preußisch-deutschen Waffenbrüdern) und europäische Kolonialisten gegeben. Kurdische Kommunen waren zerstört, ausgebeutet und zersplittert. Das Gebiet Mardin-Bhotan mit Amude in seiner Mitte war Jahrhundertlang (16.-18/19. Jh.) Zentrum kurdischer Renaissance - wurde seit 1917 durch Briten, Franzosen und Türken brutal in drei Teile gespalten und steht bis heute noch unter fremder Besatzung bzw. Verwaltung. Die Dreispaltung und feindliche Besatzung Ostkurdistans hatten den Zusammenbruch der kurdischen Zivilisation zur Folge gehabt. Betroffene kurdische Gemeinden wurden zwangsweise zurück in archaische, dörfliche Lebensweisen geführt. In übrig gebliebenen Städten Kurdistans wurden nunmehr Militärkasernen der Besatzung anstelle von Bazaren (Märkten), Gefängnisse anstatt von Schulen und Universitäten, Prügel und Kriminalisierung anstelle von Kultur und Erziehung installiert. Die Fremdverwaltungen gingen zur Ausspielung gesellschaftlicher Gegensätze in kurdischen Regionen über, so z.B. Benutzung großer Landbesitzer gegen die Bauern und das gemeine Volk. Der Heimatort Cigerxwîns (also Syrisch-Kurdistan) stand von 1920-1945 unter französischem Mandat. Frankreich bzw. Großbritannien überliessen 1946 die Verwaltung Syriens nur Arabern.

Erwähnenswert ist das Engagement und Parteiergreifung Cigerxwîns für gewisse französisch-kurdische Erwägungen, im Vorfeld des 2. Weltkrieges, eine autonome kurdische Region in Jazeera (Heimatort Cigerxwîns) zu errichten. Diese Versuche haben nie gefruchtet. Dagegen wurde die kurdisch-syrische Region Iskenderun (Hatay) an die Türkei als Preis für ihre Neutralität im 2. Weltkrieg abgetreten. Als Kurden nach dem 2. Weltkrieg feststellten, wie ihre einzig gebliebene Brücke zur freien westlichen Demokratie, nämlich die kurdische Republik Mehabad 1946 an den Iran fiel, gingen Cigerxwîn und seine Zeitgenossen nach Damaskus, um da noch etwas zu erreichen. Der langjährige Machtkampf um Damaskus fiel allerdings 1957/58 - mit Unterstützung der USA, GB und ihrer „Nazis“ - an arabische Nationalisten. Für Kurden, die im Westen als prosowjetisch galten, waren auf einmal alle Türen geschlossen; das kleine Fenster des Asyls für vereinzelte Kurden nach Europa ergab sich erst seit Mitte der 1960er Jahre, während des kalten Krieges.

In solch einer Zeit, Heimat, Umwelt ist Cigerxwîn geboren und aufgewachsen. Zudem hatte er seine Eltern frühzeitig verloren, so daß er sich bei Verwandten u.a. als Herdetreiber und Aushilfskraft durchschlagen musste. Cigerxwîn, dessen richtiger Name Scheich Mus Hassan ist, besuchte als 18jähriger eine kurdische Schule. Damals und noch bis etwa 1969/70 hatte es vereinzelt in kurdischen Dörfern und Gemeinden kurdische Selbstverwaltungen mit eigenen Gelehrten gegeben, die Schulen und Ausbildung betrieben. Cigerxwîn hat solche eine Schule 1928 abgeschlossen und wurde selbst zum Lehrer (Mullah). Seither engagierte sich Cigerxwîn für die Einführung des lateinischen Alphabets in die kurdische Schriftsprache. Diese wurde bis dato Jahrhunderte lang in arabischen Buchstaben geschrieben. Heutzutage schreibt man Kurdisch in beiden Alphabeten. Erste Versuche, Kurdish in lateinischem Alphabet zu schreiben, soll auf das Jahr 1920 in Südkurdistan (Irak) zurückgehen.

Die Grenzen, die Kurdistan teilten waren noch bis etwa 1970 durchlässig, noch nicht eingezäunt und mit Wachtürmen übersät. Kurden hatten diese künstlich-feindlichen Grenzen nie akzeptiert oder respektiert. Cigerxwîn wanderte damals in Kurdistan wie jedermann ohne Rücksicht auf Grenzen. Zwischen 1918-1938 hatte es bekanntlich große kurdische Aufstände gegen die türkische Unterjochung gegeben mit sehr vielen Opfern, Leid und Vertriebenen. Einige davon waren Mitglieder der Widerstandsorganisation „Hoybûn“ (Erwachen), die Zuflucht im südlichen (also syrischen) Kurdistan suchten und neue Kontakte, so auch 1927 mit Cigerxwîn fanden. Die Mitarbeit des Lehrers Cigerxwîn in „Hoybûn“ öffnet ihm neue Horizonte. Er wanderte 1930 nach Amude (Stadt!) um kurz danach sich in Damaskus – damals ein Zentrum kurdischer Widerstandsarbeit – niederzulassen. So wirkte er hier seit 1932 mit vielen anderen kurdischen Intellektuellen bei der ersten kurdischen Zeitschrift „Hawar“ (Hilferuf) des kurdischen Fürsten C. Bedirkhan mit. In der ersten Ausgabe von „Hawar“ vom 4.Juli 1932 ist die erste Veröffentlichung Cigerxwins dokumentiert.

Ideologisch betrachtet sah sich Cigerxwîn gerne als Linke in den rechten Reihen. Er wollte anscheinend damit versöhnen, nicht spalten, für das ganze Volk da sein, nicht gegen Teile von ihm agieren. Für dies seine Grundeinstellung, die ihn lebenslang geprägt hat, steht seine Biographie und seine Liebe zur Poesie. So stand Cigerxwîn, zumindest nominell, seit Mitte der 1960er Jahre bis zu seinem Ableben im Zentralkomitee (Politbüro) der PDK (Kurdische Demokratische Partei – die Rechten). Er sollte als Gegengewicht zu Osman Sebri (1905-1994), ebenfalls ein bekannter kurdischer Politiker und Literat, herhalten, der im Zentralkomitee der PDK-die Linke saß.

In seinen Gedichten stellt er der altertümlichen Religiosität die modernitäre Suche nach dem richtigen Weg (Wahrheitssuche), den archaischen Stammesstrukturen die zivile, linksrevolutionäre Alternative und den kollaborierenden, passiven Großgrundbesitzern die Werktätigen (Bauern) entgegen. Doch Cigerxwîn war kein Dogmatiker, Fanatiker oder Machtanstreber, um sich an das ideologische, im Volke trennende Elemente festzuklammern. Er hatte eine für Volk und Individuum nützliche Botschaft mitzuteilen, wollte verstanden und anerkannt werden. Cigerxwîn war lebenslang wie die meisten kurdischen Persönlichkeiten Pragmatiker, dessen Züge sich sowohl aus Mittelpunktualität Kurdistans (Zentralität und lange Erfahrungen mit umgebenden Völkern zwingt Kurdistan und Kurden nun mal in Gleichgewichtshaltung!) wie auch aus seinen Erkenntnissen, die er persönlich bei den vielen, vielen Besuchen, Treffen und Versammlungen mit Menschen in Kurdistan und anderswo erlangte, ergeben. Also er lernte immer dazu, wollte Wandel und Anpassung Kurdistans an das Moderne und die Gleichheit seines Volkes mit anderen Völkern in der Welt sehen; er wirkte immer in diese Richtung hin.

Cigerxwîn hat in seinen Gedichten Gedanken, Ideen, Ideologien aufgegriffen und thematisiert. Seine Versen sprechen sehr viel das nationale, völkische, das Kurdentum an, ohne aber Hass gegen andere Völkern zu säen. Im Gegenteil: Cigerxwîn gilt als der internationalistische, linke Dichter der kurdischen Poesie schlechthin. Er wollte bis zu seinem Lebensende eher als bürgerlicher, linker Meister (Hostad) als ein angestammter Mullah angesehen werden. Kurden mussten, um dem feindlichen Druck der Araber und Türken entgegenzuhalten, ideologische Barrieren wie des mystischen (sufistischen) Islamismus, kommunistischen Internationalismus oder freiheitliche Demokratie aufbauen.

Cigerxwîn war eine sehr charismatische Gestalt, nicht groß und ein wenig von breiter Statur. Er war eine bescheidene, ruhige Persönlichkeit und kannte seine Landsleute wie kein anderer; er hatte Familie mit Kindern genauso wie es sich in Heimat gebietet. Cigerxwîn hat sich gerne und er wurde ebenso von anderen Leuten als Seyda (Lehrer, Ratgeber) genannt; er sehnte sich schon nach einer Führungsrolle, als Thronfolger Gottes auf Erde (Khalife), Senator (Scheich) oder Gelehrte (Mullah), doch Politiker konnte er nicht werden. Seine Mitgliedschaft in „Hoybûn“ seit 1927 und im Vorstand der PDK seit Mitte der 1960er Jahre sowie seine vergeblichen Versuche, in den 1930er bzw. 1940er Jahren als kurdischer Politiker ins Parlament von Damaskus gewählt zu werden vermochten ihm keine politische Karriere zu gewähren. Sein Verhältnis zu kurdischen Nationalführern seiner Zeit war lebenslang mit Zurückhaltung bestimmt. Obwohl er den legendären zu den USA gewechselten Mustafa Barzani in den 1960er Jahren getroffen und bewundert haben soll, hat Cigerxwîn ihn bzw. keinen anderen noch lebenden „Führer“ in seinen Gedichten je erwähnt oder gar gelobt. Für dies seine Haltung sprechen sowohl seine charakteristische Abstandshaltung zu „Führern“, also zu der Personenkult wie auch seine pro-sowjetische, linksrevolutionäre Linie.

Grundwerte und Weisheiten der kurdischen, orientalischen Kultur sollen ihn inspiriert haben – nicht die Parolen und Fahnen von menschlichen Führern. Er sei „Prophet, aber keiner vom Himmel“ [nebî me ne semawî me]. Man solle Cigerxwîn an seinen Worten, nicht an seinen (politisch-parteilichen) Taten messen, denn er soll gesagt haben: „Macht wie ich es sage, nicht wie ich es getan habe“ oder „folgt meinen Worten nicht meinen Taten“ [Bi ya min bikin wekî min nekin]. 

Kritiker Cigerxwîns unterstellen ihm, die Sowjetunion bzw. den Kommunismus für ihre zeitweise, wiederkehrende antikurdische Politik, z.B. beim Fallenlassen der ersten kurdischen Republik in Mehabad durch Stalin 1946 an den Iran wissentlich nicht kritisiert zu haben. Cigerxwîn hätte außerdem kurdenfeindliche Ideologien des türkischen Kemalismus und des arabischen Baathismus kaum thematisiert. Cigerxwîn hätte in seinem späten Lebensabschnitt, z.B. von Stockholm aus, politisch-ideologische Selbstkritik üben müssen und nicht bis zum Ende an seine unerklärte Treue zum Kommunismus (zuletzt in der Gestalt der Sozialistischen Partei Kurdistans – Komkar) festhalten brauchen. Alleine die selbstverständliche Erkenntnis, daß in Kurdistan zu Lebzeiten Cigerxwîns kaum Einrichtungen mit Angestellten oder Industrien mit Arbeitern gegeben hatte, so daß deswegen auch keine Klassengegensätze gegeben hätte, wäre genügend, um seinen marxistisch-leninistischen Klassenkampf für kurdische Verhältnisse als realitätsfern zu berichtigen. Der bei Cigerxwîn kommunistisch gefärbte, ideologisierte Klassengegensatz zwischen der aus Großgrundbesitzern und religiösen Führern bestehenden kurdischen Elite auf der einen und den Landarbeitern (Bauern, Dörflern) auf der anderen Seite würde auf eine Paradoxie hindeuten, da der Volkspoet Cigerxwîn parteilich gesehen selbst genau bei dieser Elite beheimatet war. Hier würde ein Widerspruch zwischen ideologischer Einstellung (Wort) und der praktischen Politik (Tat) entstehen.

Doch Cigerxwîn soll Anfang der 1980er Jahre die Frage, ob seine rechtsgerichtete politische Partei, in der er sich seit Mitte der 1960er Jahre als Politbüro-Mitglied engagierte, je einen Erfolg erreicht hätte, mit den Worten geantwortet haben: „Gibt es denn eine bessere Partei als diese?“.

Cigerxwîns Kunst der Poesie variiert zwischen der klassischen (gereimte Zeilen mit Gleichklang) und der modernen (lose, freie Zeiler) Dichtkunst. Von der freien Schreibweise war Cigerxwîn kaum begeistert und hat wenig davon geschrieben. Die klassische Dichtform dominiert bei ihm und charakterisiert ihn. Diese variiert zwischen der sehr tief zurückliegenden kurdischen Volkskultur (z.B. Gebetslieder der Yeziden) und der gesamten vorderorientalischen, späteren islamischen Dichtkunst, deren gereimte Zeilen musikalischen Gleichklang ergeben und zwischen dem Wort (Körper) und dem Geist (Seele) Harmonien erzeugen. Cigerxwîn hatte anfänglich (1930-1945) ein Gedichtband (Dîwan) zusammengeschrieben, welches er angeblich aus dem Grunde nie veröffentlichen ließ, weil er darin viele arabischstämmige Vokabulare benutzt hätte. Der kurdische Volkspoet gelang spätestens seit 1932 zu der Überzeugung, daß er seine Gedichte, Schriften analog zu Ferdewsi (Persischer Poet) möglichst rein kurdisch, also mit wenig fremdsprachigen Wörtern verfassen sollte. Dieser Überzeugung ist er bis zum Schluss treu und erfolgreich geblieben. Viele Cigerxwîns Gedichte sind spätestens seit Mitte der 1970er Jahre zu weitverbreiteten Volksliedern (vor allem revolutionärer Marschgesang) geworden und haben erheblichen Beitrag zur Wiederbelebung der Bildung in der kurdischen Sprache beigetragen, die Cigerxwîn eigentlich lebenslang als das effektivste Mittel für Freiheit und Gleichheit seines Volkes erachtete. Hier liegt auch der Grund, warum sich der Dichter Cigerxwîn 1960-1962 auch als Lektor für kurdische Sprache an der Universität Baghdads betätigte und hier mindestens drei Werke (Kurdische Grammatik und kurdisches Wörterbuch) veröffentlichte.

Gedichte Cigerxwîns haben neben Politik (Widerstand, Nationalismus und Internationalismus), Gesellschaft (Arbeit und Klassenkampf), Folklore (Volkskultur) und Weisheiten vor allem Gestalten und Mythen kurdischer Geschichte als Themen und Inhalte. Cigerxwîn hebt immer wieder die Wichtigkeit der Kontinuität des kurdischen Überlebenskampfes hervor, indem er oft die traurige Gegenwart mit der großen, frühen Vergangenheit verbindet. Er hat beinahe jeden Namen und jeden Mythos vom historischen Wert in seine Zeilen untergebracht und sie heroisch mit der Hoffnung auf die Zukunft der Gegenwart verbunden.

Cigerxwîns Einsatz für Gleichberechtigung der Geschlechter ob in Familie, bei Arbeit oder in Bildung findet großen Platz in seinen Versen. Das alte kurdische Sprichwort „Loewe ist Loewe, ob Mann oder Frau“ [ºêr ºêr e çih jin e çih mêr e] betonte Cigerxwîn immer wieder in seinen Worten und Zeilen. Zudem hat er einige Liebesgedichte, in denen er mit hoher Wortkunst Liebeleien, z.B. Kussszenen zwischen Mann und Frau beschreibt. Cigerxwîn war kein praktizierender Muslim und kein Mystiker (Sufi). Er bleibt auf der Erde und verbindet seine Wortwahl für die Beschreibungen von Liebesszenen nicht mit Gott und Seele. Ich und Gott findet in Cigerxwîns Gedichten keine Rolle. Als Kommunist interessierte er sich eher für Mensch, Gesellschaft und Natur. Er vergötterte die Natur, nicht menschliche Führer. Die Bindung zwischen Kurden und der Natur (z.B. Berge) findet große Beachtung bei Cigerxwîn. Bei Kurden steht die Natur (Xweza) sowieso für Gott (Xweda) da.

Von den etwa 21 bekannten Buch-Veröffentlichungen Cigerxwîns sind 8 Gedichtsbände (Dîwans), 1 Erzählung, 2 kurdische Wörterbücher, 1 kurdische Grammatik, 2 Geschichte Kurdistans, 1 Kurdische Folklore, 1 Eigenbiographie, 1 Ahmed Khani sowie ein weiteres Gedichtsband (Salar û Midya). Seine Bücher sind 1945-1957 in Damaskus (5), 1961-1962 in Baghdad (3), 1973 in Beirut (2) und der Rest 1980-1995 in Stockholm (11) veröffentlicht worden. Diese Bücher sind unter Kurden verbreitet und meistens in kurdischen Vereinen verfügbar. 

Fachmännische Studien bzw. Veröffentlichungen über das Werk und Wirken Cigerxwîns liegen in bescheidenem Umfang mit anwachsender Qualität in kurdisch vor. In internationalen Sprachen wie Englisch, Arabisch oder Deutsch gibt es leider nur vereinzelte Titeln. Cigerxwîn ist daher außerhalb des kurdischen Radius kaum bekannt.

Cigerxwîn, der die meiste Zeit seines Lebens im kurdischen Damaskus (1930-1980) in Armut verbrachte, wurde Anfang der 1960er Jahre zum Lektor der kurdischen Sprache an der Universität Baghdad berufen. Anfang der 1970er Jahre hielt er sich sehr oft in Libanon auf. Ab 1980 bis zu seinem Tode am 22.10.1984 lebte er im schwedischen Exil. Der Leichnam des 81 jährigen Cigerxwîns wurde nach Damaskus geflogen. Von hier wurde er in einem großen Trauerzug in die Stadt Qamischli in Syrisch-Kurdistan gebracht und im Beisein von 100.000 Menschen begraben. Sein Grab zieht heute viele seiner Bewunderer.

© ABDALLAH OSMAN. Berlin, den 23.11.2003.

 

26 Februar 2007
über Ar und Arier


Ar, Arî, Arya, Arier, Ara, Ra, Ara, Aro, Ro,
Ur, Ura, Akra, Agirî, Ararat

 

Die Bedeutung von Arier (Sanskrit आर्य, Persisch آریا, ārya- "edel", die erweiterte Form aryāna-, ari- und/oder arya, vom Proto-Indogermanischen *ar-yo-, etwa "wohlgefügt") ist vielfältig.

Im Kurdischen heißt es Arî, Agirî, Ara,...etc. (weitere erweiterte Bezeichnungen: Arî-yan, Arî-han, Arî-wan, ...etc.) und bedeutet wörtlich Feuer, leuchtende Flamme, sinngemäß Energie, Licht, Sonne,...etc. Dies erinnert an die aus Energie und Materie resultierende Schöpfung (des Menschen). Also kein Widerspruch zu Sam, Scham, Schams (Sonne) in den semitischen oder Ra (Sonne) in ägyptischen Sprachen. Wir sollten keine Ängste vor wissenschaftlichen Erkundungen haben, vielmehr aber das Schüren von Ängsten über andere Wesen vorbeugen. 
Der Begriff wird im sprachwissenschaftlichen, im völkerkundlichen und im rassenkundlichen Zusammenhang verwandt.

© Abdallah Osman, Publizist, Berlin-Spandau, 2007.